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Grenzen verkörpern

Nachspüren schedule 10 Min.

Grenzen setzen fällt vielen schwer — weil sie nie körperlich gespürt wurden. Diese Imagination macht Grenzen zu einer leiblichen Erfahrung, bevor der nächste schwierige Moment kommt.

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Setz dich bequem hin, schließ die Augen. Atme ein paarmal tief durch.

Phase 1 — Erdung und Raumwahrnehmung: Spür zunächst deinen Körper im Raum. Wo du sitzt, wie viel Platz du einnimmst. Stell dir vor, du kannst mit deiner Aufmerksamkeit den Raum um dich herum ertasten — einen Meter, zwei Meter.

Phase 2 — Das Bild deiner Grenze: Stell dir ein inneres Bild für deine persönliche Grenze vor. Was kommt? Eine Linie auf dem Boden? Ein Lichtkreis um deinen Körper? Eine sanfte Membran? Es muss nicht logisch sein — nimm, was kommt.

Phase 3 — Die Probe: Stell dir jetzt vor, jemand kommt auf dich zu — eine Person, bei der du manchmal Schwierigkeiten hast, Grenzen zu setzen. Die Person kommt näher. Wann wird es zu nah? Genau in diesem Moment: Sag innerlich "Stopp." Klar. Ruhig. Ohne Entschuldigung.

Beobachte, was in deinem Körper passiert, wenn du dieses "Stopp" sagst. Wo spürst du Festigkeit? Wo spürst du Widerstand?

Atme tief durch und komm zurück.

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